BLOGUMZUG!

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Dieser Blog wird demnächst umziehen ist umgezogen und ist weiterhin zu finden auf http://zitronglas.wordpress.com/

1 Kommentar 14.9.10 14:04, kommentieren

Kinderaugen

Glasige kleine Knopfaugen
schimmern wässrig im Neonlicht
Still und in sich selbst vergesunken
lächelt er mich schüchtern an.

Dann entspringen seinen Lippen
die herzzerreissendsten Worte,
die sich tief in mein Herz stechen
und die Mauern meines Schwurs einreißen.

Bis zur Hüfte reicht er mir.
und ist schon konfrontiert mit der
unnachgiebigen Eindringlichkeit der
wichtigsten Fragen eines Leben.

Nach der Logik der Gerechtigkeit.
Nach der Liebe, die er selbst nicht versteht
und die vergebliche Suche nach ihr,
die ihm den Zugang zu sich verwehrt.

Ich würde ihm so gern die Wahrheit sagen.
Er würde es nicht verstehen.
Einem Kind wird vieles geheimgehalten
und das ist auch gut so in seinem Fall.

 

 

12.9.10 15:07, kommentieren

Es ist noch da

Schaudernd spür ich die Leere

Die plötzlich in meiner Linken

Als würd sie in mich versinken

Entsteht als ich heimkehre.

 

Mein pochendes Herz ist verschwunden

Wo ist es nur plötzlich hin?

Das macht überhaupt keinen Sinn

Hatt ich es doch eben hier aufgefunden.

 

Voll Angst fragen sich meine Lippen

Ob man es mir entrissen hat.

Dann spür ich es an meiner Linken statt

An meiner Rechten mich antippen.

 

„Ich bleibe bei dir jeden Tag.

Reise in dir nur gern umher

Links ist nun alles geräumig leer.

Viel Platz für was nun kommen mag.“

 

20:45

1 Kommentar 8.9.10 20:49, kommentieren

Rückblick August 2010

Der Eine verließ das Land, der andere verließ die Welt.

Lang erwartete Antworten:
Für die eine garkeine und niederschmetternd für die andere.

Besorgniserregend der sich anbahnende Unheil,
während das Heil stumm wartend daneben steht.

Wann wird es sich wohl regen?
Was soll mir das alles zeigen?

Unproduktiv, angespannt, plötzlich.. zu viel.
Das war mein Monat August.

1 Kommentar 6.9.10 14:29, kommentieren

Die Straße der Verbrecher

Hallo. Warum sitzen Sie hier alleine herum?

Das wüsste ich selbst gern.

Wer sind Sie?

Das wüsste ich auch gern.

Diese Straße begehen nur Verbrecher.

Wie bitte? Na dann müssten Sie ja auch einer sein.

Nein ich komme von der anderen Richtung.
Ich gehe jeden Tag diese Strecke um meine Freunde zu sehen.

Wohin gehen sie denn?

Sehen Sie nach hinten.

Ja, da ist ein kahles Gebäude am Ende der Straße.
Was für ein trauriges Mauerwerk.

Wieso denken Sie das?

Sehen Sie nicht die Stahlzäune und Maschendrahtgitter, die in allen Brauntönen verrostet die Steinmauern hochkriechen?

Dort werden Träume geboren.

Bitte? Da sterben sie wohl eher.

Dort wird man neu geboren.

Ja vielleicht. Aber als geringerer Mensch.

Sind Sie ein geringerer Mensch?

Nein warum?

Weil Sie auf dieser Straße gehen.

Ich gehe nicht. Ich sitze hier. Das heißt ja nicht, dass ich von dort komme.

Aber Sie wissen nicht wer Sie sind.

Aber auch nicht woher ich komme. Ich könnte also auch von der anderen Seite gekommen sein. Ich hab‘ dafür keine Erklärung.

Ich wüsste da eine Erklärung.

Ja bitte?

Weil Sie neugeboren wurden.

Na jetzt übertreiben Sie mal bitte nicht.

Ich komme aus der anderen Richtung. Ich weiß wer ich bin.

Wer sind sie denn?

Der Gefängniswächter.

 

 

 

Mittwoch, 1. September 2010

19:50 Uhr

1 Kommentar 1.9.10 19:57, kommentieren

Der unerwartete Gast

Dumpf hämmert's durch der Psyche Tal.

Was gibts, wer schlägt an meine Tür?

‚Sei vorsichtig‘, sagt mein Gespür

Solch ein Lärm ist nicht normal.

 

Die Flut der Angst erreicht die Knie.

Soll ich es wagen nachzufragen?

Ich fass mich ans Herz, geb mich geschlagen,

und mit einem Ruck öffne ich sie.

 

Dann springt es mich an und gießt mich voll

Ein Lachen flattert kichernd hervor

Und schaukelt umher im Korridor

Verblüfft will ich wissen was das alles soll.

 

Es lacht nur laut und schwirrt umher

Gesellt sich dann grinsend zu mir

„Gibt keinen Grund. Nur Jetzt und Hier.

Hier nimm meine Laune, bitte sehr.“

 

Wo bleiben denn nun deine Sorgen?

Wo bleiben die Knie die sich beugen?

Jetzt kannst auch du es für dich bezeugen

Was falsch erschien wird nun wahr geborgen.

1 Kommentar 17.8.10 01:24, kommentieren

In Memoriam

Im Widerschein der müden Kerzen

Die sich hier versammelt haben

Will ein Kreis schmerzender Herzen

gemeinsam ihren Stolz begraben

 

Wer wird sich wohl an Ihn erinnern?

Wenn unsere Kerzen verglimmen

Könnte das Leid in unserem Innern

Unbekannte Höhen erklimmen.

 

Wer weiß, vielleicht auch überhaupt nicht.

Wer vermag das schon zu sagen?

Eines Mutters Herz zerbricht

wen kann sie jetzt noch anklagen?

 

In diesem Moment gedenke ich eines

stolzen Herzens unter dem Gestein.

Möge die Nachricht seines Steines

Den Trauernden ein Lichtschein sein.

 

 

Donnerstag 12.08.2010    15:05

1 Kommentar 12.8.10 15:07, kommentieren

Wieder ein Traum...

...von dem ich wach wurde.

Es gab eine Dorfrettungsaktion vor einer Stechmückenplage. Sie ging zu Ende und ich stieg mit einem älteren Dorfbewohner (vielleicht Mitte 40) und meinen beiden Eltern in einen PKW-Kleinbus. Wir saßen zu viert mit einer Tasse Tee in der Hand in der hinteren Bank während der Wagen fuhr. Aus meiner Sitzrichtung von links nach rechts: Dörfler, ich, Mutter, Vater.

Plötzlich bemerkte ich überall auf dem Kopf des Dörflers Mücken an ihn saugen. Erschrocken merkte ich das an, entgegen er nur meinte, dass er keine hätte. Es hätte nur die anderen getroffen. Ihn nicht. Dabei sah ich die 3-4 großen Mücken am Nacken und Wangen herunterhängen. Sie hatten einen langen Rüssel, wie an einem Schmetterling. Nur nicht einrollbar.

Ich versuchte angewidert eine Mücke an seiner Wange zu entfernen, die aber war zu hart und sitze fest wie mit einem Widerhaken versehen in der Haut des Mannes, dass ich Angst hatte den Mann beim herausziehen zu verletzen.

Meine Mutter beugte sich herüber nahm die Mücken und ließ sie (tot?) einfach auf den Boden fallen und eine fiel in ihre Tasse. Erst jetzt wollte der Dörfler glauben, dass es ihn auch getroffen hat. Ich warnte meine Mutter, dass eine Mücke reingefallen war und meine Mutter nickte mich ohne in die Tasse zu starren an, als hätte sie verstanden. Dann nahm sie einen kräftigen Schluck aus der Tasse und leerte sie bis nur 1/3 übrig war. Verdattert sah ich sie an. Sie hatte alles mit einem Schluck hinuntergespült. Der Rest lachte nur. Ich wachte auf es war ungefähr 4 Uhr.

Seitdem kann ich nicht schlafen. Dabei ist in 7 Stunden mein Vorstellungsgespräch.

In den Träumen findet man die besten Metaphern, auch wenn sie meist übertrieben und unsinnig sind.

1 Kommentar 12.8.10 05:42, kommentieren

Nach dem Aufstehn

Ich träumte von einem Gelände, von geheimen Gängen, Verschwörungen. Man rannte vor mir weg, ich jagte ihnen nach. Ich hatte interessante Begegnungen in verschiedenen Räumen.

Und am Ende führt ein mechanisches Pferd einen dicklichen Herrn mit Sprungsohlen in das Versteck der Gejagten und ich wachte auf???

Solch einen Unsinn träume ich, wenn ich morgens aufstehe und mich nochmal für 2 Stunden hinlege.

2 Kommentare 8.8.10 10:10, kommentieren

Wow

 

Mir fehlen die Worte wenn ich miterlebe wie ein Trauma im Nichts verpufft.

Ändern tut es nichts.

Was war, ist vergangen.

Und doch ist es unbeschreiblich wie unspektakulär dieser Moment verlief.

War ich der neue Mensch oder die Menschen um mich herum?

Waren es meine, ihre Worte oder die balancierende Kombination beider Seiten, die der Stimmung Wellen schenkten?

Im Grunde zählt nur, dass man sich nicht unterkriegen lässt und selbst entscheidet zu gehen oder zu bleiben.

Wenn man geht ist es zu Ende.

Wenn man bleibt öffnet sich einem noch die halbe Welt bevor man geht.

Danke für die halbe Welt.

Ich schau sie mir aus der Ferne gerne weiter an.

Aber lasst uns nun gehen. Es ist schon spät.

2 Kommentare 28.7.10 00:14, kommentieren