Der Himmel glänzt silbern hoch über mir.

Durch Wasser und mit der Stille vereint

Schreite ich langsam durch feines Getier

Bis das erste Dach der Ruine erscheint.

 

Hier steh ich nun zwischen schlafenden Scherben

Der matten Baracken der einst schillernden Stadt.

Manchmal löst sich ein Fels um zu sterben

Des lustlosen Daseins und der Sehnsucht  satt.

 

Um meinen Gurt hängt ein Säckchen voll Glück

Sorgfältig aus den Trümmern sortiert.

So lauf ich reih um und Stück für Stück

Wird die Saat verstreut die den Tod infiltriert.

 

Und mit meinem großen Ziel vor Augen

Kämpf ich gegen matte Lebenszeichen,

obzwar meine Schritte und Höh‘ nicht viel taugen

Streck‘ ich mich um die Dächer zu erreichen.

 

Dann ruf ich seufzend, Ach, könnt ich doch fliegen!

Und wag‘ einen Sprung, der mich abheben lässt.

Ströme umfassen mich, die dem Grund entstiegen

Und tragen mich durch die Dächer und Geäst.

 

Unbewusst komm‘ ich dem Himmel näher.

Drück‘ mich in Spalten, bis an den Rand.

Dann ist es geschafft. Das Säckchen ist leer,

bis auf ein paar Körnchen in meiner Hand.

 

Erschöpft wend‘ ich mich dem Himmel zu.

Und staune, denn es gibt einen Weg hinauf.

Ein Kreischen ertönt und ein Plätschern dazu

Und für einen Moment reißt der Himmel auf

 

Ein fliegendes Tier sticht durch Raum und Zeit.

In meine Welt und reißt mich hinauf

Ich zerre und fleh‘, dass er mich ausspeit

Doch alles wird schlimmer, der Raum bläht sich auf

 

Ich falle unsanft und wohin ich auch blick

Kein Grün mehr, kein blau, das sich offen verbirgt

Alles was bleibt ist mein Säckchen voll Glück,

das im Bauch des Getiers einen Schmerz bewirkt

 

Dann schießt es mich mit einem Ruck hinaus

Und Ich falle hinab und durchstoße das Glatt

Von Strömen umfasst gleite ich nach Haus‘

Und begrüße erfreut meine neue Stadt.

 

 

Samstag, 17. Juli 2010  19:30 Uhr